ZEMA - Detailansicht für Ereignis vom 27.07.1994
| Bezeichnung | 9438 (1994-07-27 Explosion von Wasserstoff und Sauerstoff (Knallgasreaktion )) |
|---|---|
| Ereignisdatum | 27.07.1994 |
Anlagedaten
| Anlagenart | Stahlwerk |
|---|---|
| betroffener Anlagenteil | Elektroschmelzofen, Wärmetauscher |
| Produkt | Stahl |
| Postleitzahl | |
| Ort des Ereignisses | 03600 Commentry, Allier |
| Bundesland / Land: | Frankreich |
Ereignisdaten
| Art des Ereignisses | Explosion |
|---|---|
| Datum / Zeit | 27.07.1994 00:00 bis 27.07.1994 00:00 |
| Ursache (Kategorie) | physikalische Reaktion |
| Betriebsvorgang | Prozess |
Beteiligte Stoffe
| Stoffe | CAS-Nr. | Anhang 1 Nummer neu | Stoffmenge in kg |
|---|---|---|---|
| Stahl (geschmolzen) |
28,00 | ||
| Sauerstoff |
7782-44-7 | 2.38 | |
| Wasserstoff |
1333-74-0 | 2.44 |
Auswirkungen innerhalb der Anlage
| Verletzte | Beschäftigte: 0 | Einsatzkräfte: 0 |
|---|---|---|
| Tote | Beschäftigte: 0 | Einsatzkräfte: 0 |
| Art der Sachschäden | Ja | Kosten: 0 € |
| Art der Sachschäden | ||
| Art der Umweltschäden | Nein | Kosten: 0 € |
| Art der Umweltschäden | ||
Auswirkungen ausserhalb der Anlage
| Verletzte | Beschäftigte: 0 | Einsatzkräfte: 0 | Bevölkerung: 0 |
|---|---|---|---|
| Tote | Beschäftigte: 0 | Einsatzkräfte: 0 | Bevölkerung: 0 |
| Art der Sachschäden | Nein | Kosten: 0 € | |
| Art der Sachschäden | |||
| Art der Umweltschäden | Nein | Kosten: 0 € | |
| Art der Umweltschäden | |||
Beschreibung des Ereignisses
| Beschreibung des Ereignisses | Beschreibung: Im Elektroschmelzofen des vom Ereignis betroffenen Stahlwerks kam es zu einer schweren Explosion. Der Ofen zum Schmelzen des Stahls ist mit 4 Wärmetauschern ausgestattet, um 2 Elektroden und die 2 Türen mit Wasser zu kühlen. Der kontinuierliche Wasserkreislauf wird für alle Wärmetauscher über ein einziges manuell bedienbares Ventil kontrolliert. Ein regelwidriges, zu hohes Niveu des geschmolzenen Stahls führte zu einem direkten Kontakt zwischen dem Metall und dem Wärmetauscher, wodurch es zu einem Leck an der Wärmetauscherwand kam. Der Kontakt zwischen dem geschmolzenen Stahl und dem Wasser führte zu einer explosiven Verdampfung und einer Zersetzung, bei der Sauerstoff und Wasserstoff gebildet wurde. Als Folge kam es zur Explosion ( Knallgasreaktion ). Solche Ereignisse mit geringen Auswirkungen passieren in der Anlage regelmäßig (Im Durchschnitt einmal pro Jahr), wenn obenaufschwimmende Schlacke mit dem Wärmetauscher in Berührung kommt. Die Anlagenfahrer sind an solche Ereignisse gewöhnt, die ein charakteristisches Geräusch verursachen. Für gewöhnlich unterbinden sie die allgemeine Wasserzirkulation und entleeren den Ofen so schnell wie möglich. Als das bekannte Geräusch zu vernehmen war, evakuierte der zuständige Anlagenfahrer andere Mitarbeiter und versuchte, die Wasserzufuhr zu stoppen. Aber eine massive Dampfentwicklung verhinderte ihn, an das manuell zu bedienende Ventil zu gelangen. Es kam zur Explosion. Nach der Explosion wurde die Feuerwehr und medizinische Helfer gerufen. 10 leicht verletzte Mitarbeiter wurden zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht, wurden jedoch alle am selben Tag wieder freigelassen. Der Schmelzofen, andere Anlagenteile und das Gebäude wurden schwer beschädigt. Die Anlage wurde für mehrere Wochen stillgelegt. Die Ursache des ungewöhnlich hohen Niveaus des geschmolzenen Stahls konnte nicht aufgeklärt werden. Die Verwendung ungeeigneter Ventile an ungeeigneter Stelle wurden als ursächlich für das Störfallereignis angesehen. Die Sicherheitsunterweisungen des Anlagenfahrers waren unzureichend. |
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Notfallmaßnahmen
| Beschreibung der Notfallmaßnahmen |
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Schlussfolgerung
| Beschreibung der Schlussfolgerung | Vorkehrungen zur Vermeidung: Erstellung eines Sicherheitsberichts; Neugenehmigung der Anlage erforderlich, insbesondere Überprüfung der Anzahl und Lage der neue Definition der Nummer, des Typs und der Anbringung der Ventile zur Kontrolle der Wasserzirkulation. |
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ausgewertete Unterlagen
| ausgewertete Unterlagen | OECD reporting form for industrial accidents |
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