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ZEMA - Detailansicht für Ereignis vom 26.07.1997

Bezeichnung 9718 (1997-07-26 Explosion mit Folgebrand in einer Hochdruckhydrierung)
Einstufung des Ereignisses Einstufung Anhang VI Teil1: III
Ereignisdatum 26.07.1997

Anlagedaten

Anlagenart Anlagen zur fabrikmäßigen Herstellung von Stoffen durch chemische Umwandlung (4.1)
betroffener Anlagenteil Umwälzpumpe
Produkt para-Tertiärbutylphenol
Postleitzahl 45764
Ort des Ereignisses Marl
Bundesland / Land: Nordrhein-Westfalen

Ereignisdaten

Art des Ereignisses Freisetzung (Luft), Brand, Explosion
Datum / Zeit 26.07.1997 14:20 bis 26.07.1997 00:00
Ursache (Kategorie) menschl. Fehler (Bedienfehler)
Betriebsvorgang Prozess

Beteiligte Stoffe

Stoffe CAS-Nr. Anhang 1 Nummer neu Stoffmenge in kg
p-tert. Butylcyclohexanol
98-52-2
p-tert. Butylphenol
98-54-4 500,00
Wasserstoff
1333-74-0 2.44

Auswirkungen innerhalb der Anlage

Verletzte Beschäftigte: 4 Einsatzkräfte: 0
Tote Beschäftigte: 0 Einsatzkräfte: 0
Art der Sachschäden Ja Kosten: 1000000 €
Art der Sachschäden
Art der Umweltschäden Nein Kosten: 0 €
Art der Umweltschäden

Auswirkungen ausserhalb der Anlage

Verletzte Beschäftigte: 0 Einsatzkräfte: 0 Bevölkerung: 0
Tote Beschäftigte: 0 Einsatzkräfte: 0 Bevölkerung: 0
Art der Sachschäden Ja Kosten: 250000 €
Art der Sachschäden Glasbruch
Art der Umweltschäden Nein Kosten: 0 €
Art der Umweltschäden

Beschreibung des Ereignisses

Beschreibung des Ereignisses Beschreibung:
Am 26.07.1997 kam es zu einem Produktaustritt mit anschließender Explosion und einem Folgebrand.

In der Nacht zum 26.07.1997 wurde eine zunehmende Undichtheit im Bereich einer Umwälzpumpe festgestellt. Dies war Anlaß für ein routinemäßiges Nachziehen der Stopfbuchspackung.
Nach Abschluß dieser Tätigkeit sollte die Umwälzpumpe wieder in Betrieb genommen werden. Ein Mitarbeiter blieb vor Ort an der Pumpe; ein anderer Mitarbeiter ging in den Leitstand, um die Fördermenge der Pumpe einzustellen.
Eine schlagartige Entspannung des Systems erfolgte über die Umwälzpumpe. Dies war nur möglich, da auf der Saugseite der Pumpe die Armaturen der Doppelabsperrung geöffnet und die Armatur der Zwischenentspannung geschlossen waren. Somit stand die Umwälzpumpe unter dem Systemdruck von etwa 300 bar. Die Druckhülse, die Stopfbuchspackringe und weitere zugehörige Teile wurden bei diesem Druck herausgedrückt.
Der Mitarbeiter an der Pumpe wurde vom freigesetzten Stoff benetzt und lief zur Notdusche. Der Mitarbeiter im Leitstand bemerkte eine Rauchentwicklung aus dem Pumpenbereich und betätigte die Aus-Schalter für die Ventile der Wasserstoffzufuhr und der Pumpen.
Kurz darauf gab es einen Knall und nach dem Knall kam es zu einem Brand.
Die Werksfeuerwehr wurde umgehend alarmiert und löschte den Brand.

Ein Mitarbeiter erlitt durch die ausgetretene heiße Schmelze Verbrennungen (zweiten bis dritten Grades an 35 % der Hautoberfläche) und wurde mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Zwei Mitarbeiter erlitten einen Schock und ein weiterer Mitarbeiter zog sich nach dem Knall beim Herabsteigen von einer Leiter einen Fußbruch zu.

Notfallmaßnahmen

Beschreibung der Notfallmaßnahmen

Schlussfolgerung

Beschreibung der Schlussfolgerung Vorkehrungen zur Vermeidung:
Nachschulung und Belehrung des Betriebspersonals zu dem Thema "Nachziehen von Stopfbuchspackungen" unter besonderer Berücksichtigung der Erkenntnisse aus dem vorliegenden Schadensereignis. Hinweise auf die Gefahren beim Arbeiten an unter Druck stehenden Anlagenteilen.

Sicherheitsbesprechungen

Vorübergehende Überprüfung durch einen Betriebsverantwortlichen, ob das Betriebspersonal das Nachziehen richtig ausgeführt hat.

In der Folgezeit stichprobenweise Kontrolle des Vorganges durch einen Betriebsverantwortlichen.

ausgewertete Unterlagen

ausgewertete Unterlagen Meldung nach § 11 Abs. 3 Störfall-VO; Bericht des Staatl. Umweltamtes Herten
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