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ZEMA - Detailansicht für Ereignis vom 20.10.1995

Bezeichnung 9525 (1995-10-20 Explosion und Brand von entzündlichen und leichtentzündlichen Flüssigkeiten)
Einstufung des Ereignisses Einstufung Anhang VI Teil1: I 4a
Ereignisdatum 20.10.1995

Anlagedaten

Anlagenart Anlagen zur Destillation oder Raffination oder sonstigen Weiterverarbeitung von Erdöl oder Erdölerzeugnissen in MIneralöl-, Altöl oder Schmierstoffraffinerien in petrochemischen Werken oder bei der Gewinnung von Paraffin (4.4)
betroffener Anlagenteil Mitteldestillat-Entschwefelung
Postleitzahl 45896
Ort des Ereignisses Gelsenkirchen
Bundesland / Land: Nordrhein-Westfalen

Ereignisdaten

Art des Ereignisses Freisetzung (Luft), Brand, Explosion
Datum / Zeit 20.10.1995 00:00 bis 20.10.1995 00:00
Ursache (Kategorie) Korrosion
Betriebsvorgang Prozess

Beteiligte Stoffe

Stoffe CAS-Nr. Anhang 1 Nummer neu Stoffmenge in kg
Schwefelwasserstoff
7783-06-4 2.41
Wasserstoff
1333-74-0 2.44
Kat.: Leichtentzündlich 6)
7a
Kat.: Leichtentzündliche Flüssigkeiten 7)
7b

Auswirkungen innerhalb der Anlage

Verletzte Beschäftigte: 1 Einsatzkräfte: 0
Tote Beschäftigte: 0 Einsatzkräfte: 0
Art der Sachschäden Ja Kosten: 2000000 €
Art der Sachschäden Zerstörung von Anlagenteilen
Art der Umweltschäden Nein Kosten: 0 €
Art der Umweltschäden

Auswirkungen ausserhalb der Anlage

Verletzte Beschäftigte: 0 Einsatzkräfte: 0 Bevölkerung: 0
Tote Beschäftigte: 0 Einsatzkräfte: 0 Bevölkerung: 0
Art der Sachschäden Ja Kosten: 1500 €
Art der Sachschäden Kfz-Verschmutzung auf dem Mitarbeiterparkplatz
Art der Umweltschäden Nein Kosten: 0 €
Art der Umweltschäden

Beschreibung des Ereignisses

Beschreibung des Ereignisses Beschreibung:
Eine erste Bewertung der Schadensursache zeigte, daß durch Innenkorrosion auf einem eng begrenzten Teilstück die Wanddicke der DN 100 Rohrleitung von 6,3 mm auf ca. 2 mm reduziert wurde. Der Innendruck des Kreislaufgases von ca. 50 bar führte zum Aufreißen der geschwächten Rohrwand. Infolge des Austritts des Kreislaufgases kam es zu der Explosion, die u.a. mitteldestillatführende Leitungen sowie zwei Luftkühler beschädigte. Das dabei austretende Produkt verbrannte direkt. Innerhalb der Anlage erfolgte eine Umschaltung der Klimaanlage der Meßwarte auf Umluft, die elektrische Energiezufuhr wurde abgeschaltet, die Anlage entspannt, entleert und mit Stickstoff gespült. Die Werksfeuerwehr setzte nur Wasser als Löschmittel ein, wobei dies hauptsächlich zum Kühlen von Anlagenteilen und zum Eingrenzen des Brandes genutzt wurde. Das Löschwasser wurde zurückgehalten und erst nach einer Analyse zur Ableitung freigegeben.

Ein Mitarbeiter, der das Anlagenfeld gerade verließ, erschrak durch den Knall der Explosion und zog sich bei einer plötzlichen Bewegung eine Bänderdehnung zu, die aber erst drei Tage nach dem Ereignis gemeldet wurde.

Notfallmaßnahmen

Beschreibung der Notfallmaßnahmen Externe Gefahrenabwehrkräfte:
Außerhalb der Anlage wurden die Straße zum Werk durch die Polizei vorsorglich abgesperrt und Luftmessungen in der Umgebung durchgeführt.

Schlussfolgerung

Beschreibung der Schlussfolgerung Vorkehrungen zur Vermeidung:
werden nach Vorlage der Untersuchungsergebnisse festgelegt, die durch den TÜV begleitet werden.

ausgewertete Unterlagen

ausgewertete Unterlagen Meldung nach § 11 Abs. 3 Störfall-VO; Schreiben des Staatlichen Umweltamtes vom 30.10.95
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